Der Quick-Win (Welcome Flow)

Der erste Eindruck entscheidet über den Geldbeutel

Der Welcome Flow ist der digitale Händedruck Deiner Marke. Er ist statistisch gesehen die E-Mail-Strecke mit der höchsten Öffnungsrate (oft 60-80%) und dem höchsten Umsatz pro Empfänger (RPR). Warum? Weil der Kunde in diesem Moment das höchste Interesse an Dir hat ("High Intent"). Er hat sich gerade angemeldet. Er wartet auf etwas.

Trotzdem schicken viele Start-ups einfach nur eine lieblose Mail: "Danke für die Anmeldung. Hier ist Dein 10% Code. Tschüss." Das ist massiv verschenktes Potenzial. Ein guter Welcome Flow muss verkaufen, Brand-Building betreiben und Vertrauen aufbauen – ohne nervig zu sein.

Die Psychologie hinter dem Welcome Flow

Bevor wir die E-Mails schreiben, müssen wir verstehen, was im Kopf des Kunden passiert:

  1. Reziprozität: Du hast ihm 10% Rabatt oder einen Guide versprochen. Er gibt Dir seine Daten. Erwartungshaltung: "Liefer sofort."

  2. Social Proof: Er ist unsicher. Ist der Shop seriös? Taugt das Produkt was?

  3. Scarcity (Verknappung): Warum sollte er heute kaufen und nicht erst nächste Woche?

Die perfekte 4-Stufen-Struktur für Start-ups

Hier ist das Blueprint, das wir bei Repeatr für unsere Kunden nutzen.

Mail 1: Der "Hook" (Versand: Sofort)

Ziel: Klick & Kauf. Liefere den versprochenen Code sofort und prominent. Kein langes Intro über die Firmengeschichte – das interessiert jetzt niemanden.

  • Subject Line: Willkommen! Hier sind Deine 10% 🎁

  • Inhalt:

    • Großer Button mit dem Rabattcode (oder Auto-Apply Link).

    • Kurzes "Hallo".

    • Call to Action: "Jetzt Bestseller entdecken".

    • Zeige direkt darunter dynamisch Deine 3 beliebtesten Produkte.

Mail 2: Die "Brand Story" (Versand: Nach 24 Stunden, wenn kein Kauf)

Ziel: Emotionale Bindung & Vertrauen. Er hat den Code noch nicht genutzt? Okay, vielleicht fehlt ihm das "Warum". Jetzt verkaufst Du nicht das Produkt, sondern die Mission.

  • Subject Line: Unsere Geschichte (und warum wir anders sind)

  • Inhalt:

    • Wer sind die Gründer? (Zeig Gesichter!)

    • Was ist das Problem, das ihr löst?

    • Was macht eure Qualität besonders? (Produktion, Materialien, Nachhaltigkeit).

    • Psychologischer Trigger: Menschen kaufen von Menschen, nicht von Logos.

Mail 3: Der "Social Proof" (Versand: Nach 48 Stunden)

Ziel: Einwände abbauen. Der Kunde zögert noch. Er fragt sich: "Funktioniert das wirklich?" oder "Passt mir das?".

  • Subject Line: Das sagen andere über uns... ⭐⭐⭐⭐⭐

  • Inhalt:

    • Zeige 2-3 konkrete Kundenbewertungen (Screenshots wirken authentisch).

    • Erwähne Presse-Features ("Bekannt aus...").

    • Zeige User Generated Content (Kunden, die das Produkt nutzen).

    • Message: "Du bist nicht das Versuchskaninchen. Tausende sind schon happy."

Mail 4: Der "Reminder" / Scarcity (Versand: Nach 72 Stunden)

Ziel: Dringlichkeit erzeugen. Das ist der letzte Schubs. Erinnere daran, dass der Willkommens-Vorteil nicht ewig gilt.

  • Subject Line: Dein Code läuft bald ab ⏳

  • Inhalt:

    • Kurz und knapp.

    • "Wollte Dich nur erinnern, dass Dein 10% Gutschein bald verfällt."

    • Nochmal der Link zum Shop.

    • Schaffe sanften Druck, aber bleib freundlich.

Profi-Tipp: Die "Anti-Nerv"-Logik

Nichts ist schlimmer, als wenn jemand kauft und trotzdem weiter "Kauf bitte!"-Mails bekommt. In Klaviyo musst Du unbedingt einen Flow-Filter setzen: Cancel Flow when someone places an order. Sobald der Kunde kauft, fliegt er aus dem Welcome Flow raus und landet (idealerweise) im "Post-Purchase Flow" (Danke-Sagen). Das wirkt professionell und respektiert die Aufmerksamkeit des Kunden.

FAQ: Welcome Flow Best Practices

Wie hoch sollte der Rabatt sein? Das hängt von Deiner Marge ab. 10% ist Standard. 5% wird oft ignoriert. Alternativ funktionieren "Free Gift" (Gratisgeschenk ab Wert X) oft besser als Prozente, weil sie den Warenkorbwert erhöhen.

Soll ich Single- oder Double-Opt-In nutzen? In Deutschland/EU ist Double-Opt-In (DOI) rechtlich der sicherste Weg und Pflicht. Klaviyo kann das abbilden. Der Welcome Flow startet technisch gesehen erst, nachdem der Kunde den Bestätigungslink in der DOI-Mail geklickt hat.

Wie viele Mails sind zu viel? 4 bis 5 Mails über einen Zeitraum von 7 bis 10 Tagen sind im E-Commerce völlig akzeptabel. Solange der Content Mehrwert bietet, werden sich die Leute nicht abmelden. Wenn Du nur "KAUF JETZT" schreibst, nervt schon eine Mail.

Fehlen Dir solche Automatisierungen oder landen Deine Mails im Spam? Wir bauen Dir diesen umsatzstarken Flow in wenigen Tagen auf, inkl. Design und Copywriting. Zur Terminbuchung

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